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Jenseits des "Rasse" Gedankens!

Montag, 13. Februar 2017 - in Bunt, gleich und anders ...


Jenseits des "Rasse" Gedankens!

 

"Weißt Du noch, dass wir schon immer ein Kinderbuch schreiben wollten?", fragte Elisabeth mich eines Morgens beim Kaffee. "Lasse uns jetzt anfangen, sagte sie." Unser Sohn ist gerade in eine WG gezogen, wir jonglierten zwei Internet-Unternehmen und wir spielten sogar mit dem Gedanken ein zweites Kind zu bekommen.
Obwohl, ich in Los Angeles, Kalifornien geboren war, und Elisabeth, eine Welt entfernt, in Konstanz, Deutschland, waren wir erstaunt, wie ähnlich unsere Erfahrungen waren. Wir kamen beide aus kulturell gemischten Familien, unsere Eltern waren beide Muslime und Christen, wir konnten beide eine lange Liste von "interessanten" Fragen bezüglich unserer ethnischen Zugehörigkeit beantworten. Wir waren in einer ganz besonderen Art und Weise verbunden.


Wir trafen uns als Studenten an der Uni. Elisabeth studierte Journalismus, Fotografie und interaktive digitale Medien an der Cal State Hayward Universität. Ich studierte Politische Ökonomie der Industriegesellschaften, Soziologie und Poesie an der Berkeley Uni. Ihre Leidenschaft für Bilder und meine zum Schreiben ergab eine ideale Kombination. Unser Sohn war eine starke Inspiration. Als er 3 Jahre alt war, haben wir zwei Geschichten für ihn geschrieben mit von Hand gezeichneten Bildern. Danach hat sich die Zeit nie wieder ergeben, bis 20 Jahre später, eines Morgens beim Kaffee eine Idee aufkam. Es ist schon komisch, dass unser Sohn die erste gebundene und gedruckte Version eines Buches erhielt, welches wir für ihn geschrieben hatten als er klein war.


"Rasse" ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens. Unser Ziel ist es über das Paradigma der "Rasse" hinaus zu wachsen und dabei zu einem umfassenderen Verständnis von Menschen als Menschen zu erlangen. Die Welt ist ein bunter, vielfältiger und wunderschöner Ort. Unsere Erfahrungen als "farbige Menschen" oder "gemischt" oder "schwarz" oder welchen Begriff Sie auch immer verwenden wollen, sind, dass diese Schubladen-bezeichnungen nur einen Teil darstellen, von dem wer wir sind. Unsere Menschheit ist ein größerer Kontext und die Kombination von Emotionen und unserer einzigartigen intellektuellen Entwicklung. Wir leben Ideen und einen einzigartigen historischen Kontext alles im selben Moment. Unser biologisches, ethnographisches, historisches und kulturelles Erbe ist ständig unserer ideologischen, moralischen Identität gegenübergestellt. Ein Teil von mir glaubt, wäre der richtige Kontext gegeben, wären wir unbegrenzt schöne liebevolle Menschen, die zu großer Empathie und Mitgefühl fähig sind. Ich glaube nicht an das Rasse Konstrukt, welches von der Haut festgelegt wird, und mit unserer Mentalität und durch unsere kulturelle und institutionelle Befangenheit projiziert wird. Die Menschen sind einfach, wer sie sind. Sie sind schön braun, schwarz, weiß, und so viele Farbtöne dazwischen.


Es gibt Schönheit im Unterschied. Über diese Unterschiede in einer positiven und bejahenden Weise zu sprechen, fördert eine gesunde Entwicklung bei Kindern; ebnet den Weg zu einer Welt, in der gegenseitige Wertschätzung und Akzeptanz möglich sind. Kinder, die ohne Kinder in ihrem Umfeld aufwachsen, die anders sind als sie selbst, sind tendenziell weniger emotional für die Welt in der wir leben vorbereitet. Im Gegensatz dazu, neigen Kinder, die sich selbst nicht in der Literatur oder Film auf positive Weise wiederfinden zur Entwicklung von geringem Selbstwertgefühl. Die Idee, dass wir "farbenblind" sein sollten, birgt die Gefahr, dass wir Kindern lehren, dass mit Ihrer Hautfarbe etwas falsch ist oder dass Anders sein schlecht ist. Wir eröffnen Kindern mit unserem Kinderbuch die Möglichkeit, sich als Teil einer multikulturellen Welt zu sehen, wo Unterschiede begrüßt und gefeiert werden sollten. Kinder von jeder Farbe sollten einander in Literatur, Film und Kunst in einer Weise begegnen, die genauso natürlich sind, wie die gleichen Unterschiede, die wir in der Natur begegnen. Diese Unterschiede und die Begegnung mit ihnen anzuerkennen ist wichtig und notwendig für ein positives Selbstbild und eine gesunde emotionale Entwicklung für Kinder jeder Hautfarbe und Nationalität. Schließlich ist die Welt bunt, gleich, und anders ...

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